RAHMENVISIONEN

Andreas Kossmann Fotografie

Kanada 2015, Tag 11: 100% Banff

Der heutige Tag begann schon auf dem Campingplatz mit einem tollen Sonnenaufgang und so waren bereits um 7:30 Uhr die ersten Fotos im Kasten. Dann machten wir uns gesammelt auf zum Two Jack Lake, den wir ja bereits gestern kennengelernt hatten, um dort schön zu frühstücken. Die morgendliche Stimmung war einfach unglaublich. Es war zwar mit 5 Grad für Anfang September recht frisch aber der heiße Kaffee aus unseren Thermosbechern schmeckte im strahlenden Sonnenaufgang und bei blauem Himmel um so besser.

Das Programm für heute stand unter dem Motto „Macht doch was ihr wollt!“. Wir hatten den gesamten Tag zur freien Verfügung. Wir schlossen uns nach dem Frühstück mit ein paar Leuten kurz und entschieden uns für eine kleine Wanderung. Bei der vielen Zeit hinter’m Steuer kam diese Abwechslung auch gerade recht und das Wetter war wie gemacht für Bewegung an der frischen Luft. Das Thermometer steuerte inzwischen auf deutlich 2-stellige Werte zu. Das musste natürlich ausgenutzt werden.
Nur wenige Minuten von unserem Frühstückssee entfernt lag der Johnson Lake. Wir hatten die Runde um diesen See noch nicht ganz begonnen, da gab es bereits den ersten tierischen Aufreger. Ein ausgewachsener Weißkopfseeadler flog in 3 Meter Höhe direkt über unsere Köpfe hinweg. Wahnsinn! Ich hatte kaum Zeit ihn mit der Kamera anzuvisieren aber ich hatte das Glück, ihn sofort im ersten Versuch gut erwischt zu haben. Wow! Diese Begegnung kam so plötzlich und unerwartet, dass sie mir persönlich noch mehr bedeutete als die Bärensichtung in Waterton.
Die Wanderung um den See war ein tolles Erlebnis. Immer wieder blieben wir stehen und ließen unseren Blick über das uns gebotene Panorama aus See und Bergen schweifen. In einem Abschnitt wurde die Kulisse mit den aufgeregten Rufen der heimischen Squirrels (kanad. Eichhörnchen) akustisch untermalt. Auch hier gelang es mir einen kleinen Kerl vor die Linse zu bekommen. Der Seeadler zog währenddessen in der Nähe weiter seine Kreise. Natur pur! Nach nur knapp 3km war die Runde um die See bereits zu Ende aber wir hatten Eindrücke mitgenommen als wären wir Stunden unterwegs gewesen. Im Anschluß legten wir noch einen Zwischenstopp am Lake Minnewanka ein bevor wir uns dann zurück zum Two Jack Lake machten und von dort den Campground ansteuerten.

Am Nachmittag machten wir dann nochmal Banff unsicher. Wir hatten ja beim ersten Besuch gestern noch lange nicht alles gesehen und der abschließende obligatorische Abstecher nach Starbucks entwickelte sich langsam zu unserem Banff-Ritual. Den Abend verbrachten wir dann mal wieder gemeinsam in größerer Runde in einer Schutzhütte. Diesmal hatte ich aber die Kamera samt Stativ im Schlepptau und so gelang es mir zu später Stunde ein wenig von der überwältigen Sternenpracht festzuhalten. So ging ein weiterer erlebnisreicher Tag auch schon wieder zu Ende. Morgen standen wieder einige Kilometer auf dem Programm und so waren wir zur Abwechslung mal wieder vor der Geisterstunde in unserem Camper verschwunden. Gute Nacht, Banff!

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