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Andreas Kossmann Fotografie

Kanada 2017: Tag 15 – Pancakes in Comox

Heute ging es also wieder quer über die Insel. Von Tofino zurück Richtung Nanaimo, um dann bei Parksville Richtung Courtenay abzubiegen. Das eigentliche Ziel für heute hieß Comox. Das kleine niedliche Hafenstädtchen, dass wir bereits im Jahr zuvor kennengelernt hatten. Ursprünglich hatten wir auch da schon geplant mit einem Internet-Fotofreund, der vor Ort wohnt und lebt, einen Abenteuerausflug zu machen. Damals kam es dann leider doch nicht zustande. Um so mehr waren wir diesmal aufgeregt, da wir bereits seit unserem Aufenthalt in Victoria mit ihm in Kontakt waren, um eine gemeinsame Tour zu planen. Die Vorzeichen standen also sehr gut, dass es klappen würde. 

Gegen 9 Uhr fuhren wir in Tofino weg. Bei erneut herrlichstem Wetter, was den Abschied noch schwerer machte. Die Fahrt durch den Pacific Rim Nationalpark war wieder ein Highlight für sich. Auf der kurvenreichen Strecke ließen wir es gewohnt gemütlich gehen. Auf der Hälfte der Strecke gab es einen kurzen Zwischenstopp in Port Alberni bei den Kaffeefachverkäufern von Tim Hortons. Zur Mittagszeit erreichten wir nach knapp 320km Fahrtweg unser Ziel. Unsere Unterkunft hatten wir etwas außerhalb von Comox am Kitty Coleman Beach Provincial Park. Wir wussten bereits, dass die Vermieter zum Zeitpunkt unserer Ankunft nicht vor Ort sein würden. Aber die gebuchte Wohnung ist mit einem elektronischen Zugang gesichert und den Code dafür hatten wir bereits in der Tasche. Die Unterkunft lag in einem idyllischen Wohngebiet in der letzten Straße vorm Strand. Wir fuhren die Straße langsam bis fast zum Ende durch. Die leicht versteckte Einfahrt fanden wir erst im 2. Anlauf. Parken konnten wir direkt vor der Wohnung. Der Ausblick auf die 100m entfernte Straight of Georgia, der Meerenge zwischen Vancouver Island und der kanadischen Westküste, war fantastisch. Der Zugang zur Wohnung mit dem überlassenen Code funktionierte auch tadellos, so dass wir schnell unsere Koffer und Taschen vom Auto ins Haus bringen konnten. Die Wohnung war etwas kleiner als die Unterkünfte zuvor aber die Lage direkt am Meer war einfach unvergleichlich.

Dann machte sich auch bald etwas Hunger breit. Also fuhren wir zurück nach Comox, um dort eine Kleinigkeit zu essen. Für uns stand früh fest, dass wir dem Smitty’s einen Besuch abstatten würden. Die leckeren Pancakes & Co sind einfach der Hammer.  Pappsatt brauchten wir danach etwas Bewegung. Also nichts wie rein ins Auto und ab zum nahegelegenen Strand am Goose Spit Park. Wir zogen die Schuhe aus und bummelten mit nackten Füßen am Strand entlang. Herrlich. Nach einer schönen Runde am Strand mussten wir dann im örtlichen Supermarkt noch ein paar Lebensmittel einkaufen. Das wurde dann routinemässig erledigt und die Beute nach Hause gebracht. 

Es war inzwischen später Nachmittag und zu unserer großen Freude hatte sich Victor, unser Bekannter vor Ort, gemeldet, um zu sagen, dass er uns morgen ziemlich früh in Campbell River erwarten würde, um uns mit auf sein Boot zu nehmen. Geil war das denn!?

Die Vorfreude war schon jetzt riesig aber sie wäre förmlich explodiert, wenn wir die Erlebnisse des morgigen Tages nur ansatzweise hätten erahnen können. 
Wir mussten dem Strand vor der Haustür noch einen Antrittsbesuch abstatten. Ein ganz schmaler und enger Pfad führte hinunter zum steinigen schmalen Strand. Es war Ebbe, so dass wir uns bis auf die nassen Steine, die sonst vom Wasser bedeckt sind, vorwagen konnten. Der Blick zurück auf unsere Unterkunft war schon fast zu kitschig schön.

Am Abend gab es nur ein paar Knabbereien. Die Pancakes hielten noch vor, so dass ein Abendessen ausfiel. Der Tag war nicht zuletzt wegen der längeren Autofahrt anstregend gewesen und wie wir ja nun wussten, würde der Wecker morgen recht früh bimmeln. Also hieß es auch schon recht zeitig „Gute Nacht, Comox!

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