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Kanada 2017: Tag 8 – Beach Day

Der heutige Tag sollte ganz „im Zeichen des Beach“ stehen. Das Wetter zeigte sich an diesem Morgen zumindest von seiner trockenen Seite,  die Sonne ließ sich aber trotzdem nicht blicken. Dicke Wolken begleiteten uns den ganzen Tag über.

Nach dem Frühstück fuhren wir von Jordan River aus über die Küstenstraße zunächst zum Sombrio Beach. Die Anfahrt zum Parkplatz führte über eine abgelegene Schotterpiste durch den Wald. Zwischendurch wollten wir schon fast wieder umdrehen, da uns der Weg so einsam, dunkel und verlassen vorkam. Aber am Ende der Piste gab es tatsächlich einen Parkplatz auf dem auch bereits einige Autos standen. Wir waren beruhigt.

Der Fußweg zum eigentlichen Strand führte weiter durch den Wald. Immer wieder urig. Am Ende erreichten wir über teils matschige Pfade den ersten Strandabschnitt. Der Sombrio Beach bietet einige Möglichkeiten, um hier sein Zelt zur Übernachtung aufzuschlagen. Der Strand ist nämlich Teil des bekannten Wild Pacific Trail, ein 75km langer Wanderweg, der sich an der Südküste von Vancouver Island entlangschlängelt.

Nach den ersten Eindrücken gingen wir weiter zum nächsten Abschnitt. Hier hatten sich noch mehr Wanderer niedergelassen. Wir schlenderten ein wenig den Strand entlang und genossen einfach wieder die Zeit vor Ort.

Wir gingen dann zurück zum Parkplatz und zuckelten mit unserem Auto die Schotterpiste zurück zur Küstenstraße hoch. Die Fahrt ging weiter Richtung Port Renfrew. Vor Ort gönnten wir uns einen schnellen Kaffee im Coastal Kitchen Cafe. Der Laden war zu unserer Überraschung sehr gut besucht und die Luft darin alles andere als einladend, so dass wir uns spontan für die praktische „to go“-Variante entschieden. Aus „to go“ machten wir kurzerhand noch ein „to drive“ und genossen den Kaffee auf dem letzten eher gemütlichen Teilstück bis zum Botanical Beach im Auto.

Der Parkplatz am Traileinstieg zum Botanical Beach war auch schon wieder gut gefüllt. Wir ergatterten trotzdem noch einen freien Platz und starteten unsere kleine Rundwanderung.
Den Abschnitt hatten wir im letzten Jahr schon besucht und dieses mal wollten wir uns noch etwas mehr Zeit nehmen, um den Strand und die Felsenlandschaft drumherum noch weiter zu erkunden. Überall hatten sich wieder kleine „tide pools“ gebildet. Bei Ebbe bleibt Wasser in Löchern und Einbuchtungen im Boden zurück und dort tummeln sich dann kleine Meeresbewohner wie Krebse, Muscheln oder Fische.

Wir verbrachten einige Zeit an den verschiedenen Strandabschnitten, machten ausgiebig Fotos und schlugen dann irgendwann wieder den Weg zurück zum Parkplatz ein. Über Singletrails ging es wieder durch den Wald bis zum Auto.

Am späten Nachmittag kamen wir an unserer Unterkunft an. Es gab noch etwas zu Essen und dann wurde der gemütliche Teil des Abends eingeleutet. Ein kurzer Zapp durchs kanadische Fernsehprogramm hier, ein paar Whatsapp-Nachrichten an Freunde und Familie da. Alt wurden wir an dem Abend nicht, denn die Fußkilometer, die wir über den Tag zurückgelegt hatten sorgten schnell für eine entsprechend frühe Bettschwere. Gute Nacht, Jordan River!

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Thema von Anders Norén