RAHMENVISIONEN

Andreas Kossmann Fotografie

Kanada 2015, Tag 1: Das Abenteuer beginnt!

So, hier ist er also: der erste Tagebucheintrag unserer 2 1/2 wöchigen Reise durch Kanada. Genauer gesagt durch Kanada’s Westen. Angefangen in Vancouver (British Columbia) bis nach Calgary (Alberta).
Ich habe die letzten 4 Wochen damit verbracht, die über 3.500 Fotos zu sichten, zu sortieren und zu bearbeiten. Nach der Uraufführung der fertigen Bilder im Kreise der Familie gibt es die schönsten Bilder mit den entsprechenden Kurzberichten vom Tage jetzt hier.
Wer lediglich die Bilder sehen möchte, scrolle bitte jetzt schon bis ans Ende der Seite.

Es ging los am 24.08.2015…

Pünktlich um 11h holte uns das bereits ein paar Tage zuvor bestellte Taxi zu Hause ab, um uns zum Frankfurter Flughafen zu bringen. Unser Flug war für 15:05h vorgesehen und wir wollten pünktlich für Check-In und Sicherheitskontrolle vor Ort sein. Schafften wir locker. Bereits um 11:40h marschierten wir mit unseren Koffern in Halle C des Terminal 1 ein.
Die Warteschlange vor den CONDOR-Schaltern war noch recht überschaubar und so benötigten wir nicht lange, um unsere Koffer loszuwerden. Zwischenzeitlich reite sich auch unser Guide Andreas Keller (www.canada-keller.com) in die Schlange ein und es blieb Zeit für einen ersten Begrüßungs-Small-Talk. Aber wir sollten in den nächsten Tagen ja noch genug Gelegenheiten zum Quatschen bekommen.

Im Warteberreich des Abfluggate trafen wir dann später nicht nur Andreas wieder sondern auch alle anderen Teilnehmer, die wir bereits bei dem Vorbereitungsseminar vor ein paar Wochen kennengelernt hatten. Die Stimmung in der gesamten Gruppe war gut und alle waren in freudiger Erwartung. Um ca. 14:30h öffnete sich die Schleuse zum Außenbereich und wir konnten den bereits wartenden Transferbus besteigen. Es folgte eine kostenlose Flughafenrundfahrt. So kam es uns jedenfalls vor.
Unser CONDOR-Vogel vom Typ Boing 767-300 war ziemlich weit außerhalb geparkt worden. Das komplette Boarding verlief ohne Probleme und so hoben wir pünktlich um kurz nach 15h ab. Kanada wir kommen.

Von geräumigem Luxus konnte in der Economy-Klasse zwar nicht die Rede sein aber es war auszuhalten. Das Unterhaltungsprogramm in Form von Film, Fernsehen und Radio trug dazu bei, den Flug so kurzweilig wie möglich zu gestalten. Woran man sich gewöhnen musste, war die immer präsente Sonne. Wir flogen ja quasi mit ihr und Vancouver liegt gegenüber deutscher Zeit 9 Stunden zurück. Irgendwann war die Geisterstunde angebrochen aber trotzdem stellte sich kaum Müdigkeit ein. Verrückt dieser menschliche Körper.
Pünktlich um 16:40h Ortszeit landeten wir in Vancouver. Nach deutscher Zeit war es 01:40 Uhr in der Nacht.
Bevor man sich zu den Gepäckbändern begeben kann muss man sich einer kurzen Überprüfung und Fragerunde durch kanadische Sicherheitsbeamte unterziehen. Während unsere Reisepässe und das bereits im Flugzeug ausgefüllte Einreiseformular beäugt werden kommen unserer Sicherheitsfrau standartisierte Fragen wie: „Was wollen Sie in Kanda? Wie lange wollen sie bleiben?“ über die Lippen. Kurze und knappe Antworten reichen aus, um den Sicherheitsapparat zufrieden zu stellen. Als letzter Akt wird der Stempel auf eine leere Reisepassseite gehämmert und man bekommt zusätzlich das Einreiseformular wieder ausgehändigt.
Unsere Koffer ließen auch nicht zu lange auf sich warten, so dass sich die gesamte Reisegruppe ca. 1 Stunde nach der Landung in der Flughafenhalle sammeln konnte. Hatte ich schon erwähnt, dass der gesamte Innenbereich des Flughafen Vancouver mit Teppichboden ausgelegt ist!? Und das ganze sieht noch nichtmal schmuddelig aus.
Im Entenmarsch ging es Richtung Ausgang, an dem das Einreiseformular von einem weiteren Sicherheitsmenschen entgegengenommen wurde. Warum einfach, wenn’s auch umständlich geht.

Draußen bewegte sich der Troß, angeführt von unserem Guide Andreas, zielgerichtet gen Bushaltestelle. Dort verkehrten in regelmässigen Abständen die Transferbusse der verschiedenen Hotels. So warteten wir auf einen Bus der Sandman-Gruppe, der uns zum Sandman Signature Airport Hotel bringen sollte. Ca. 15 Minuten später fuhr der Bus vor. Wie bereits von Andreas vermutet, passten aber nicht alle von unserer Gruppe in den Bus da schon einige Plätze belegt waren. Kein Problem… die andere Hälfte blieb zurück und wartete auf den nächsten Bus. Langsam aber sicher kamen Hunger, Durst und Müdigkeit auf. Man wollte irgendwie endlich richtig ankommen. Nach weiteren 20 Minuten kam erneut ein Bus. Leider war es wieder nicht möglich, die verbleibenden Schäfchen gesammelt an Bord zu bringen. Der Busfahrer vertröstete uns, dass wir doch einfach ein Taxi nehmen sollten. Das Hotel würde die Fahrt zahlen. OK, was blieb uns anderes übrig. Also packten die 5 Verbliebenen ihre Koffer und marschierten zurück zum Taxistand. Ein entsprechend großes Taxi wurde vom Taxistandvorsteher, oder wie auch immer sich die Berufssparte nennt, herangewunken und wenige Minuten später ging es dann auch schon los.
Die Fahrt zum Hotel dauerte nur ca. 10 Minuten. Die „Busfahrer“ hatten bereits eingecheckt und waren zum Großteil auch schon auf den Zimmern verschwunden. Es dauerte dann auch nicht lange bis wir unsere Zimmer-Karten ausgehändigt bekamen und uns auf den Weg Richtung Gemach machen konnten. Rein in den Aufzug, Etagentaste gedrückt und…. nichts passierte. Nochmal schnell und mit etwas mehr Nachdruck die Etagenwahltaste gedrückt und dann… passierte immernoch nichts. Dass man zur Wahl einer Etage erst eine  Zimmerkarten in einen Schlitz stecken musste, merkten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Wir verließen zügig den vermeindlich defekten Fahrstuhl und bestiegen das Nachbarexemplar. Unsere Erfolgsaussichten den Aufzug in Gang zu setzen wären ähnlich schlecht ausgefallen wie zuvor, wenn nicht eine Reinigungsfachkraft des Hotels mit uns eingestiegen wäre und routiniert ihre Generalkarte in den besagten Schlitz schob. Natürlich! Da stand es doch auch auf dem kleinen Hinweisschild „Enter Keycard to select guest floors“. Wer lesen kann…

Auf unserem Zimmer erwarteten uns 2 Queen-Size-Box-Spring-Betten. Ein Träumchen! Die Einrichtung war nett (Nein, wirklich OK, nicht die kleine Schwester von Schei…), dafür der Ausblick nicht besonders. Das war aber auch nicht wichtig. Wichtig war zu dem Zeitpunkt, dass es was auf die Gabel geben sollte. Treffen um 19 Uhr Ortszeit in der Hotellobby, anschließend Abmarsch zur Sports & Grill-Bar um die Ecke. Erwartungsgemäß konnte unsere 20-Mann bzw. Frau starke Gruppe nicht an einem Tisch unterkommen aber es gab ausreichend freie Plätze im Freigehege. Schnell wurden Essen und Getränke geordert. Es mutete schon etwas komisch an, als man sich beim Essen bewusst machte, dass man ja eigentlich noch nach deutscher Zeit lebte und sich somit das Abendessen um ca. 5 Uhr morgens einverleibte. Aber Hunger ist Hunger, egal wo und um welche Uhrzeit und das saftige Steak auf Toast sah nun wirklich nicht nach Frühstück aus.
Nach dem Essen begannen sich die Reihen zu lichten und wir machten uns gegen 21 Uhr auf den kurzen Fußweg zurück ins Hotel. Müde. Schlafen. Mal sehen wie lange….

Gletscher auf Grönland

Gletscher auf Grönland

Kanadisches Festland

Kanadisches Festland

Flughafen Vancouver

Flughafen Vancouver

SANDMAN Signature Airport Hotel

SANDMAN Signature Airport Hotel

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